1902 – 1910
Der Gastwirt Franz Prem ist in seiner Funktion als „Oberschützenmeister“ Gründungsobmann des ersten Salzburger Markteisschützenclubs St. Johann. Der Vorstand des Vereins wird seinerzeit gebildet von angesehenen Vertretern der Gesellschaft (Lehrer, Kaufleute, Gastwirte, Anwälte, Doktoren, ect.), die aber sehr bald erkennen, dass ein funktionierender Vereinsbetrieb nur unter Eingliederung „einfacher“ Arbeiter, Handwerker und Bauern möglich ist. Somit ergibt sich als vordergründiges Ziel „gesellschaftliche Gegensätze auszugleichen und persönliche Kontraste unter den Mitgliedern zu mildern, sodass sich ein Sport entwickelt, welcher alle verfügbaren Geistes- und Körperkräfte in erhöhtem Maße in Anspruch nimmt“ (vgl. Sitzungsprotokoll 1907).
In der Folgezeit finden erste sportliche Wettkämpfe mit Nachbargemeinden statt, welche umrahmt von Musikkapellen einen gemütlichen und unterhaltsamen Ausklang finden.
Ein Höhepunkt in der Obmannschaft von Franz Prem ist der Erwerb und die Einweihung des Vereinsbanners im März 1907. Dieser Banner repräsentiert zukünftig den Eisschützenverein bei Festen und sportlichen Veranstaltungen. Noch heute, 95 Jahre später, kann man den Banner im Vereinsheim bewundern.

1910 – 1913
In der Chronik des Markteisschützenclubs findet sich in dieser Periode kein namentlich genannter Obmann.
Die Führung des Vereins obliegt einen Protektor, Bürgermeister Josef Höhenwarter.

1913 – 1919
Die Obmannschaft von Franz Bachl fällt in die Periode des 1. Weltkrieges. Durch die Wirren der Kriegsjahre, im Zusammenwirken einer allgemeinen wirtschaftlichen Depression mit der Einberufung zahlreicher Mitglieder des Eisschützenvereins zum Militärdienst, ruhen vorübergehend die Aktivitäten des Clubs.

1919 – 1929
Der Gastwirt Franz Prem (1919 – 1929) und der Sattelmeister Josef Brugger (1928 – 1929) führen als Obmänner den Markteisschützenclub St. Johann. Die traditionellen An- und Abschießen, sowie die Wettkämpfe mit benachbarten Orten sind fixe Bestandteile im sportlichen Clubbetrieb. Neben „Gulasch mit Knödeln und Schweinernes mit Sauerkraut“ werden als Siegesprämien Kühe, Widder und Rehe ausgeschossen, welche dann versteigert als Erlös der Vereinskasse zufließen.

1929 – 1932
Obmann Josef Prem leitet die Geschicke des Markteisschützenclubs St. Johann.

1932 – 1951
Auch unter Obmann Franz Höhenwarter wird an- und abgeschossen, werden Nachbarorte herausgefordert, werden Ortsmeisterschaften durchgeführt, wird die Kameradschaft und Geselligkeit gefördert.
Während des 2. Weltkrieges bleibt der Verein eingeschränkt sportlich tätig, 1944 und 1945 ruht der Betrieb. 1947 treffen sich 73 Schützen zum ersten größeren Kräftemessen nach dem 2. Weltkrieg.
Um den Club zu finanzieren, leisten die Mitglieder entsprechende Beiträge. Da diese in Zeiten finanzieller Zwangslage entsprechend gering sind bzw. ausbleiben, sind es immer wohltätige Spender, die das Bestehen und das Fortführen des Vereins sichern.
Am 4.2.1951 finden die sportlichen Leistungen des EV St. Johann ihren ersten Höhepunkt. Bei der ersten vom Landesverband Salzburg ausgetragenen offiziellen Landesmeisterschaft in der Pinzgauer Spielart (4er Disziplin: Weitschießen, Weitwerfen, 1 kg bzw. 5 kg Stock, Gloadschießen) erringt der St. Johanner Alois Rohrmoser den Titel.

1951 – 1962
Der vereinsführende Obmann heißt nun mehr Ernst Pilotto. Haben die Veranstaltungen der Eisschützenvereins bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich im Winter auf gesperrten Straßen stattgefunden, initiiert der Club jetzt den Bau einer Nadelbahn. Diese befindet sich in der Nähe des heutigen Schwimmbades und soll den Ganzjahresbetreib sicherstellen. Die Einweihungsfeier findet im Jahr 1951 statt. 1952 feiert der Eisschützenverein sein 50jähriges Bestandsjubiläum.

1962 – 1970
Josef Steinbacher übernimmt den Club. Das vordergründigste Verdienst seiner Obmannschaft ist die Konzeption und die Errichtung der ersten Asphaltbahn neben der Kaserne. Die Fertigstellung fällt auf das Jahr 1968.

1970 – 1976
Der Zimmermeister Josef Höller ist der nächste Obmann des EV St. Johann. Unter seine Amtsperiode fallen die Erweiterungen der bestehenden Asphaltbahn in eine 2-bahnige Anlage und der Bau des Clubheimes im Jahr 1972. Der Verein ist nunmehr in der Lage, auch größere Turniere und Landesbewerbe durchzuführen, sowie für die entsprechende Verpflegung der Teilnehmer zu sorgen.

1976 – 1998
Auch in die Obmannschaft von Josef Nocker fallen rege bauliche Tätigkeiten und bedeutende Jubiläumsveranstaltungen. Nach Verhandlungen mit der Grundeigentümerin Maria Schiffer gelingt es dem Vereinsvorstand die Genehmigung für die Errichtung einer olympischen Anlage mit insgesamt 13 Bahnen zu erhalten. Mit ihrer Fertigstellung im Jahr 1978 eröffnet der EV St. Johann eine in Größe und Ausführung einzigartige Sportstätte in Österreich. Der Bau dieser Bahnen bietet nicht nur die Rahmenbedingungen zur Abhaltung von Bewerben des Bundes österr. Eisschützen (Jugendmeisterschaft), sondern auch optimale Trainingsmöglichkeiten (die gesamte Anlage ist mit Flutlicht beleuchtet) für die bereits bestehende Herren- und in späteren Jahren so erfolgreiche Jugendmeisterschaft.
Das 75 jährige Bestandsjubiläum im Jahre 1977 ist ein weiterer Höhepunkt im Vereinsgeschehen. Fahnenweihe mit Fahnenmutter Hanni Höllwart, eine beeindruckende Festsparade, und das Festzelt am Schifferfeld sprengen den örtlichen Rahmen.
Ein weiteres Großbauprojekt wird 1989 vollendet. Es ist dies die Überdachung der zweiten Pinzgauer Bahn, die nunmehr einen Spielbetrieb unabhängig von störenden Witterungseinflüssen ermöglicht. Österreichweit findet man keine vergleichbare Anlage.

1998 – 2000
Obmann Walter Pilz hält an der Tradition fest, fördert überlieferte Veranstaltungen genauso, wie als zukünftige Vereinsträger die Jugend.

2000 - 2005
Johann Trattner übernimmt das Amt des Obmanns.
Unter seiner Ära gewinnt die Mannschaft 2 den ersten Meistertitel in der höchsten Salzburger Spielklasse - der Krone Liga.


2006 -
Manfred Hofmann wird neuer Obmann des EV-St.Johann/Pg.
Spezielles Anliegen des neuen Obmannes ist es, die Jugend wieder für den Eisschützensport zu motivieren.
Wir blicken, unter der Führung eines jungen Vorstandes, in eine positive und erfolgreiche Zukunft.